Das Profil unserer Gemeinde

Um die Verbindung zu wirklich allen Gemeindegliedern zu fördern und über das Gemeindeleben auf dem Laufenden zu halten, gibt ein gemeindeeigenes Redaktionsteam viermal pro Jahr einen Gemeindebrief heraus, der bisher „Südstadt-Tangente“ hieß. Wegen der neuen Gemeindestruktur wurde sie Ende 2006 in „Paul-Gerhardt-Gemeindezeitung umbenannt.


Einen wichtigen diakonischen Auftrag der Gemeinde nimmt der angeschlossene Paul-Gerhardt-Kindergarten wahr. Diese Einrichtung mit momentan drei Gruppen existiert seit Beginn der Gemeinde an und war zunächst im Gemeindehaus angesiedelt. Wegen zunehmender Kinderzahlen wurde eine Erweiterung nötig und 1973 ein eigenes Gebäude südlich des Pfarrhauses gebaut. Mit den Kindern und ihren Erzieherinnen feiert die Gemeinde regelmäßig Familiengottesdienste, zumeist zum Gemeindefest und am Adventsbeginn. Weitere Familiengottesdienste werden an Heiligabend und zum Erntedankfest gefeiert, um generationsübergreifend Kirche erlebbar zu machen. Die meisten der genannten Gottesdienste werden mit einem gemeinsamen Mittagessen im Gemeindesaal abgeschlossen.


Sehr beliebt sind unsere Gottesdienste im Freien, die entweder im Hof vor dem Gemeindehaus, dem so genannten Lindenhof, stattfinden oder wenigstens einmal im Jahr als Waldgottesdienst auf dem Festplatz in der Büchenauer Hardt. Danach gibt es jedes Mal noch Gelegenheit sich bei einem Imbiss zu verweilen. Über die traditionellen Festgottesdienste an den hohen Festtagen und zur Konfirmation hinaus wird noch eine Reihe besonderer Gottesdienste unter Einbeziehung von gemeindlichen Gruppen gefeiert. Dabei tritt in erster Linie der Kirchenchor hervor, der zur Advents- und Passionszeit je einen Kantatengottesdienst gestaltet wie auch am Sonntag Kantate selbst im Gottesdienst mitwirkt. Ganz belebende Elemente sind auch die Talita-Kum-Band, eine konfessionsübergreifende Gruppe, und unser noch "junger" Jugendchor.


Zu den Zeiten des regulären Gottesdienstes für Erwachsene findet parallel auch der Kindergottesdienst statt. Es ist uns wichtig, dass Eltern beruhigt Gottesdienst feiern können, weil sie ihre Kinder gut versorgt wissen und gleichzeitig die Kinder spielerisch und ihrem Alter entsprechend mit Gottes Wort vertraut gemacht werden. Um das gottesdienstliche Angebot abzurunden, bieten wir für Kinder unter fünf Jahren und deren Eltern und Angehörigen "Minigottesdienste" an, die vier- bis sechsmal im Jahr im Anschluss an den üblichen Gottesdienst stattfinden. Zusammenfassend lässt sich feststellen: Der Mittelpunkt unseres Gemeindelebens ist, dass wir miteinander Gottesdienste feiern.


Neben den Gottesdiensten gibt es in der Paul-Gerhardt-Gemeinde auch vielfältige Möglichkeiten in Gruppen und Kreisen geistliches Leben und Geselligkeit zu pflegen und gemeinsame Aktivitäten zu unternehmen. Das geht los bei der Krabbelgruppe über die Mädchen- und Bubenjungschar bis zu Jugendkreis und Jugendchor, bei denen unsere jungen Leute mitmachen können. Ihnen bietet sich ebenfalls der Verband christlicher Pfadfinder vom Stamm Paul-Gerhardt an. Für die Erwachsenen gibt es sehr unterschiedliche Angebote, die vom Kirchenchor an über die Gesprächsrunde für Frauen und den Frauenkreis bis zur Männerrunde reichen und schließlich von der Seniorenrunde und Seniorengymnastik altersmäßig abgeschlossen werden. Als Verbindungsglied zu den älteren Gemeindegliedern wirkt auch der Besuchsdienstkreis mit Pfarrer Schowalter, der die Geburtstagsjubilare ab dem 70. Lebensjahr beehrt.


Besonders deutlich wird unser ausgeprägter gemeinschaftlicher Geist sichtbar, wenn wir unser alljährliches Gemeindefest begehen. Über alle Gruppierungen, selbst über die Gemeindegrenzen hinweg, feiern wir dieses so genannte "Brückenfest", das so heißt, weil bei seiner Entstehung eine Brücke zur gegenüber stehenden St. Anton-Kirche gebaut wurde.
Mit dieser katholischen Kirche und ihrer Gemeinde verbindet uns nicht nur die Mitgliedschaft in der ACG, sondern vor allem die Vielzahl gemeinsamer Unternehmungen und die gegenseitige Hilfe. Genannt seien nur der Weltgebetstag der Frauen, Schülergottesdienste der Grund- und Hauptschule und der ökumenische Kinderbibeltag. Erwähnt werden soll aber auch die Bibelwoche, die nach langer Eigenständigkeit ab 2005 in eine gemeinsame Aktion aller Kernstadtgemeinden integriert worden ist.


Eine Einrichtung besonderer Art ist die jährliche Studienfahrt, die neben der Erfahrung von Gemeinschaft auch zum Kennenlernen von kulturell bedeutenden Orten dienen soll. Begonnen wurde 1976 mit diesen Reisen, als Untergrombach noch zu unserer Gemeinde gehörte, doch auch nach der Verselbständigung in 1983 wurden sie gemeinsam weitergeführt.


So lebt die Paul-Gerhardt-Gemeinde nicht nur intern in fürsorglichem Miteinander und gegenseitiger Anteilnahme, sondern ist auch den benachbarten Christen in herzlicher Verbundenheit zugetan. Es herrscht unter Ehren- und Hauptamtlichen Einigkeit darüber, dass wir eine einladende und freundliche Gemeinde sein wollen und einen offenen und liebevollen Umgang miteinander pflegen. Mit Paul Gerhardt, dem Namenspatron unserer Kirch, blicken wir zuversichtlich auf das weitere Gedeihen unserer Gemeinde: „Befiehl du deine Wege und was dein Herze kränkt der allertreusten Pflege des, der den Himmel lenkt. Der Wolken, Luft und Winden gibt Wege, Lauf und bahn, der wird auch Wege finden, da dein Fuß gehen kann.“