Deutschland betet gemeinsam am Mittwoch, 8. April um 17.00 Uhr

Das Gebetshaus Augsburg lädt  zu einem Gebet für Deutschland ein. Wir werden auch um 17.00 Uhr die Glocken der Paul-Gerhardt-Kirche läuten und laden Sie ein mitzumachen.


Link zur Internetseite von "Deutschland betet gemeinsam"

In einer Zeit wie dieser muss ein Ruck durch unser Land gehen. Wie wäre es, wenn sich Hunderttausende in Deutschland zeitgleich zum Gebet versammeln würden? 

Wir rufen dazu auf, an diesem Tag von 17:00 bis 18:30 Uhr gemeinsam zu beten: für Kranke und Gesunde, für alle, die jetzt wichtige Dienste leisten. Für unser Land! Für unseren Kontinent und alle Menschen weltweit, die von der Krise betroffen sind. Wir beten gemeinsam! Online! Aus unseren Häusern und Wohnungen! Verbundenheit statt Isolation - Hoffnung statt Angst. Unser Land braucht Gottes Hilfe und wir wollen ein deutlich sichtbares Zeichen setzen. Sind Sie dabei?

Verbunden im Herzen und online über den Livestream von „Deutschland betet gemeinsam“ versammeln sich Leiter und Christen aus unterschiedlichen Konfessionen zum gemeinsamen Gebet für unser Land. Ein Zeichen gegen Antisemitismus. Ein Zeichen gegen Hoffnungslosigkeit. 

Wir beten gemeinsam!

Hausabendmahl am Gründonnerstag

Leider ist es uns dieses Jahr nicht vergönnt, zusammen im Paul-Gerhardt-Gemeindehaus die Erinnerung an das letzte Mahl Jesu mit seinen Jüngern zu feiern. Wir können jedoch in kleiner Form etwas Ähnliches zu Hause tun:

Im Liturgieblatt der Badischen Landeskirche finden Sie Hinweise, wie Sie am Gründonnerstagabend ein Hausabendmahl begehen können.

Darin enthalten sind Lesungen, Gebete und Lieder sowie Tipps, wie Sie das Abendmahl - oder die Abendmahlzeit - gestalten können.

Passionsandachten für die Karwoche

Für die ersten drei Tage der  kommenden Woche finden Sie jeweils eine Passionsandacht, geschrieben in ökumenischer Verbundenheit von Marieluise Gallinat-Schneider, Achim Schowalter und Susanne Knoch. Ursprünglich hätten diese Andachten mit gegenseitigem Besuch in St. Vinzenz, der Paul-Gerhardt- und der Luthergemeinde stattgefunden.

Die Texte werden auch im Kirchenfoyer der Paul-Gerhardt-Kirche zum Selbstabholen ausliegen - bitte sagen Sie dies denjenigen in unserer Gemeinde weiter, die keinen Internetzugang haben (Donnerstag, 9.4. - Montag, 13.4. von 10.00 - 18.00 Uhr)

Nehmen Sie sich ein bisschen Zeit, lesen Sie die Texte, hören Sie die Lieder über Youtube und fühlen Sie sich mit den Christen unserer Gemeinden verbunden.

Hier die Passionsandacht-Dateien für:

Impuls zur Karwoche von Pfarrer Achim Schowalter

Dank und Trauer

Zwei Sätze aus der zurückliegenden Woche sind mir besonders im Gedächtnis geblieben. Eine Frau sagte sinngemäß, als viele negative Informationen rund um die Corona-Krise ihre Gedanken besetzten: „Ich muss jetzt eine „Dankliste“ anfangen.“ Und sie erzählte weiter: „Innerhalb von kurzer Zeit war diese Liste ziemlich lang.“

Einen Tag später hatte ich eine Online-Besprechung, bei der wir als Team uns entschlossen haben, eine große musikalische Veranstaltung für dieses Jahr abzusagen. Da meinte ein Mann: „Das müssen wir jetzt erst einmal sacken lassen und der Trauer Raum geben, dass dieses Event nicht stattfindet.“

Zwischen Dank und Trauer schwanken auch oft meine Gefühle hin und her. Dank dafür, dass ich genug zum Essen habe, eine Familie habe, ein Dach über dem Kopf, ausreichend Mittel, um mein Leben gestalten zu können. Aber immer wieder auch Trauer (und manchmal auch etwas genervt Sein) darüber, dass manches so kompliziert ist, manches unmöglich, vieles, auf das ich mich gefreut habe, nicht so ist oder stattfinden kann. Auch Trauer über die vielen Menschen, die durch den Virus schon zu Tode kamen und um die ihre Familien und Freunde trauern. An die Katastrophen, die Menschen in den Flüchtlingslagern noch bevorstehen, möchte ich noch gar nicht denken.

Dank und Trauer gehören für mich auch zur Karwoche, die vor uns liegt und in der wir das Leiden und Sterben Jesu bedenken. Trauer, weil sich in den Geschehnissen rund um den Tod Jesu die Schattenseiten menschlicher Unfähigkeit und Bosheit abbilden – von psychischen Schmerzen, die wir uns als Menschen zufügen, über Ungerechtigkeit, Verleumdung und Hass bis hin zu brutaler Gewalt. Aber auch tiefe Dankbarkeit darüber, dass Gott sich in Jesus dem Leid, der Ungerechtigkeit, der Menschenverachtung nicht entzieht – und er gerade so uns verstehen kann in unseren tiefen Stunden.

„Was für ein Gott, der zu uns kommt, um zu dienen. Was für ein Gott, der klein wird, wie ein Kind. Was für ein Gott, der alle Schuld dieser Erde für uns auf sich nimmt. […] Jesus, Erlöser der Welt, das Licht, das die Nacht erhellt.“ – So dichtet Albert Frey und drückt damit das Stauen über Gottes Art und Handeln aus.

Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Karwoche. Möge Dank und Trauer Raum haben in Ihren Gedanken. Und: Mögen Sie bewahrt bleiben.

Ihr Achim Schowalter