Aus dem Ältestenkreis 1/2020

Der Start des neuen Ältestenkreises

Der Jahreswechsel stand ganz im Zeichen der Übergabe der Verantwortung vom bisherigen zu dem am 1. Advent neu gewählten Ältestenkreis.

In der Grundordnung der Evangelischen Landeskirche in Baden ist festgelegt, dass der Ältestenkreis aus dem Gemeindepfarrer und den Kirchenältesten besteht, die Gemeinde leitet und die Verantwortung dafür trägt, dass „der Gemeinde Gottes Wort rein und lauter gepredigt wird, die Sakramente in ihr recht verwaltet werden und der Dienst der Liebe getan wird. In dieser Verantwortung sind die Mitglieder des Ältestenkreises berufen, den Aufbau der Gemeinde zu fördern, insbesondere durch Mitwirkung im Gottesdienst, in der Seelsorge sowie bei der Wahrnehmung der missionarischen, diakonischen und pädagogischen Aufgaben bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen“ (Artikel 16 der Grundordnung).

Hermann Biedermann, Marc Kamlah, Johannes Schneider, Cordula Völker und Jürgen Dick standen weiterhin für die Arbeit als Kirchenälteste zur Verfügung und werden mit ihrer Erfahrung aus den letzten Jahren die Kontinuität sicherstellen.Neu gewählt wurden Ursula Dörner, Katharina Heiler, Tobias Rösch und Annegret Radburg.

Unserer Meinung nach besteht der neue Ältestenkreis aus einer guten Mischung aus Frauen und Männern, aus älteren und erfahrenen Gemeindemitgliedern, sowie jüngeren, die zum Teil erst in den letzten Jahren zur Gemeinde gestoßen sind und sicherlich auch neue Impulse geben werden.

Der besondere Dank gilt nochmals den ausgeschiedenen Ältesten Patrick Masselautzky, Robert Säubert, Andrea Schmitt und Anke Staudenmaier, die in der letzten Periode die Geschicke der Gemeinde mitgestaltet und ihr Amt verantwortungsbewusst wahrgenommen haben.

Die Wahlbeteiligung lag bei 19,6%, auf den ersten Blick ein enttäuschender Prozentsatz, der allerdings in etwa dem Landeskirchendurchschnitt entspricht. Unter dem Schnitt lagen die Beteiligung bei Neuwählern (10%) und im mittlerweile nicht mehr ganz „neuen“ Gemeindegebiet jenseits der B35.

Neue personelle Konstellationen sind für eine Pfarrgemeinde wie für alle Organisationen, in denen Menschen ein konstruktives Miteinander pflegen, aber auch regeln müssen, ein einschneidendes Ereignis. Gilt es doch, sich neu im Team zu finden, aufeinander abzustimmen, die Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten festzulegen und nach einer Bestandsaufnahme Pläne für die künftige Arbeit zu schmieden. Auch für die Gemeinde selbst bedeutet es eine Umstellung, wenn fast die Hälfte der Mitglieder des Ältestenkreises neu ist.

Nach eigener Erfahrung kann ich den neuen Ältesten versichern, dass sie seitens der Gemeinde ein erheblicher Vertrauensvorschuss auf dem Weg im neuen Amt begleiten wird. Nach der Wahl erfolgte am Sonntag, den 26. Januar die feierliche Einführung im Rahmen des Gottesdienstes.

 

Erste programmatische Überlegungen

Die erste konstituierende Sitzung fand bereits am 09. Januar statt. Am Anfang standen eine Bestandsaufnahme und erste Zielsetzungen für die neue Amtsperiode. Es kristallisierte sich heraus, dass das positive Klima des christlichen Miteinanders in unserer Gemeinde, das in der unkomplizierten und vertrauensvollen Zusammenarbeit seinen Ausdruck findet, als besonders angenehm empfunden wird.

Grundsätzlich gibt es eine ganze Reihe von Angeboten in diversen Gruppen und Kreisen mit durchweg engagierten Funktionsträgern. Die Jugendarbeit wurde als besondere Stärke unserer Gemeinde herausgestellt. Allerdings hat die derzeitige Nichtbesetzung der FSJ-Stelle eine Maximalbelastung der Leiter der verschiedenen Gruppen und der für die Gesamtkoordination Verantwortlichen, insbesondere für unsere Pfarrersfamilie zur Folge. Hierzu werden organisatorische Möglichkeiten der Abhilfe geprüft.

Für die Gemeindearbeit insgesamt gilt als Minimalziel, den derzeitigen Stand zu erhalten bei gleichzeitiger Offenheit für neue Ideen. Ein Ausruhen auf dem Erreichten bedeutet in der Regel Stillstand, dem dann Rückschritte folgen können.

Selbstverständlich gibt es nach wie vor Potential für Verbesserungen. Ein „Dauerbrenner“ ist trotz erster guter Ansätze immer noch das Ziel, die Gemeinde für das Altersband der 30-50jährigen attraktiver zu gestalten. Ein Weg in diese Richtung ist u.a. die Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit. Eine Arbeitsgruppe hat hierzu bereits auf der Basis moderner Methoden Konzepte erarbeitet, die in diesem Jahr in die Umsetzung gehen sollen.

Eine weitere Feststellung ist in diesem Zusammenhang, dass wir uns noch intensiver um die Eltern unserer Kindergartenkinder kümmern und die Kiga-Leitung sowie die Erzieherinnen und Erzieher dabei unterstützen müssen.

Auch die Willkommenskultur bei der Aufnahme neuer Gemeindemitglieder wollen wir weiterentwickeln, eine besondere Zielgruppe sind die neuen Bewohner der Bahnstadt. Hier wird aber auch jedes Gemeindemitglied gebeten, mitzuhelfen, den Neuen offen und freundlich zu begegnen und ihre Integration in die Gemeinden zu fördern.

Ein wesentliches Thema, dass uns als Ergebnis der letzten Visitation in den nächsten Jahren intensiver beschäftigen wird, ist die Weiterentwicklung der Zusammenarbeit auf Ebene der Kirchengemeinde Bruchsal. Hierzu wurde eine AG „Bruchsal 2.0“ gegründet. Vorgabe ist die bessere Vernetzung innerhalb der Kirchengemeinde, wobei dies nicht auf Kosten der Eigenständigkeit und der besonderen Bindungskraft unserer Paul-Gerhardt-Pfarrgemeinde gehen darf.

Wahl des Vorsitzenden undAufgabenverteilung

Ein weiterer zentraler Punkt der 1. konstituierenden Sitzung war die Wahl des Vorsitzenden und die Verteilung der verschiedenen Aufgabenbereiche und Verantwortlichkeiten. Marc Kamlah wurde erneut zum Vorsitzenden gewählt, seine Stellvertretung hat von Amts wegen Pfr.Schowalter.

Die weiteren Verantwortlichkeiten wurden wie folgt festgelegt:

o Bau: Hermann Biedermann

o Finanzen P-G: Tobias Rösch, Johannes Schneider

o Gemeindeaufbau: Cordula Völker, Ursula Dörner

o Angebote für Kinder: Jugendleitungskreis

o Angebote für Jugend: Jugendleitungskreis (in jeder zweiten Sitzung des ÄK soll ein Teilnehmer des JLK eingeladen werden, um über Angelegenheiten der Kinder und Jugendlichen zu sprechen).

o Angebote für junge Familien: Katharina Heiler

o Angebote für Erwachsene: Cordula Völker, Katharina Heiler

o Angebote für Senioren: Hermann Biedermann

o Chor: Jürgen Dick

o Kindergarten: Tobias Rösch

o Kassenprüfung Kiga+ UG/OG: Tobias Rösch

o ACG/Ökumene: Ursula Dörner

o Missionsbeauftragter: Jürgen Dick

o Kirchengemeinderat: Marc Kamlah, Hermann Biedermann, Johannes Schneider

o Arbeitsgruppe Bruchsal 2.0: Pfr. Schowalter, Marc Kamlah, Johannes Schneider

o Bezirkssynode: Marc Kamlah

o Öffentlichkeitsarbeit: Cordula Völker

o Berichte Gemeindebrief: Jürgen Dick

o Gottesdienste: Cordula Völker

o Südstadtvereine (Abstimmung der Termine): Tobias Rösch

o Events (Vorbereitung/Org. von Ereignissen): Annegret Radburg, Ursula Dörner

oTechnik: Johannes Schneider

o Redaktionsteam: Jürgen Dick

o Internet (Verwaltung Webspace + E-Mail): Johannes Schneider

o Inhalte der Homepage: NN, die Aufgabe wird in der Gemeindezeitung ausgeschrieben

o Mitglied im Förderverein: Jürgen Dick

Rückblick auf die Weihnachtsgottesdienste

Die ökumenische Kinderkrippenfeier und der Familiengottesdienst an Heilig Abend waren wieder sehr beeindruckend und mit guter Resonanz seitens der Besucher. Leider mussten einige Menschen wieder gehen, da sie keinen Platz mehr fanden, ein ärgerlicher Umstand, der eigentlich nicht hinzunehmen ist und der von uns zutiefst bedauert wird.

Der Besucherandrang sprengt mittlerweile unsere räumlichen Kapazitäten, sodass wir nach alternativen Lösungen Umschau halten müssen. Als Lösung ist die Nutzung der katholischen St. Anton Kirche angedacht, die deutlich größere Kapazitäten hat. Erste Gespräche in diese Richtung haben bereits stattgefunden, die Ergebnisse sind vielversprechend.

Jürgen Dick